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Ziele und Grundsätze der Gemeinde

 

Präambel

 

„Mit der Festlegung der Ziele und Grundsätze sollen in der Zukunft liegende Maßnahmen und Zustände beschrieben werden, die politisch gewollt sind und die durch weitere Entscheidungen und den Vollzug durch die Verwaltung realisiert werden müssen.

Die Festlegung der Ziele kann sich auf das gesamte Handeln der Gemeindevertretung und der Verwaltung, oder auf einen bestimmten Zweck beziehen.

Ziele sind gewollte, zukünftige Zustände und zu verwirklichende einzelne Vorhaben.

Durch die Grundsätze stellt die Gemeindevertretung allgemein gültige Verfahren- und Verhaltensrichtlinien auf, mit denen sie sich selbst, die Fachausschüsse oder die Verwaltung binden kann.

Grundsätze sind Verhaltens- und Verfahrensrichtlinen sowie Vorgaben zur Erreichung der künftigen Zustände.“

Bearbeitungshinweise:

„Die vorliegende Fassung unterliegt einer ständigen Fortschreibung.

Anpassungen bzw. erforderliche Änderungen sind ggf. jährlich

·       bis 31. März von den Fraktionen den zuständigen Ausschüssen
·       bis 31. Juni von den Ausschüssen dem Hauptausschuss
·       zur Septembersitzung vom Hauptausschuss der Gemeindevertretung

vorzulegen.“

 

 


1. Die Wentorfer Bevölkerung


Ziele Grundsätze


Selbstverständnis:

Entwicklung eines starken Wir-Gefühls. Politiker und Verwaltung wirken durch ein gemeinsames Vorbild und suchen den Dialog mit dem Bürger.




Durch Beteiligung der Bevölkerung soll im Rahmen von Veranstaltungen wie Fest am Rathaus, Adventorfer Markt, Bürger- und Einwohnerversammlungen das Wir-Gefühl weiter vertieft werden.



Ehrenamt:

Die ehrenamtlichen Tätigkeiten in unserer Gemeinde haben einen hohen Stellenwert; sie sind zu erhalten, zu fördern und weiter zu entwickeln.





Um die ehrenamtliche Tätigkeit ist ständig zu werben. Eine besondere Ehrung soll jährlich stattfinden um deren hohen Stellenwert zu unterstreichen.


 
Ausbildung und Erziehung:

Auf der Grundlage der elterlichen Erziehung soll der Jugend in unseren gemeindlichen Bildungsstätten die Befähigung zur selbständigen Lebensführung ermöglicht werden.




Erhalt und zeitgemäße Fortentwicklung der vorhandenen Bildungsstätten im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben und der finanziellen Möglichkeiten.



Bevölkerungsentwicklung:

Wentorf ist eine wachsende Gemeinde. Der weitere Ausbau ist sozialverträglich und abgestimmt auf die Infrastruktur zu gestalten. Wo immer möglich sollen Chancen für Arbeit und Wohnen innerhalb Wentorfs genutzt werden.





Die zeitliche Abfolge aller weiterführenden Planungen hat sich diesem Ziel unterzuordnen, wobei die zu schaffenden Voraussetzungen für die weitere Ansiedlung von Gewerbebetrieben gemeinsame Aufgabe von Politik und Verwaltung ist.


Nachbargemeinden:

Mit den umliegenden Gemeinden ist ein enges ggf. sogar arbeitsteiliges Zusammenwirken anzustreben.



Der Dialog mit ihnen ist zu verbessern und bei Fragen von elementarer Bedeutung für die Region zu suchen.

  Stand: 23.02.2017

 

 


2. Wentorfs örtliche Lebensqualität

 

Ziele Grundsätze

Wohnformen und Naherholung:

Die Vielfalt der Bebauung soll unter Berücksichtigung wohngebietsnaher Grünflächen erhalten bleiben. Die Wentorfer Lohe sollte der Bevölkerung auch weiterhin als Naherholungsgebiet erhalten bleiben




Bei Änderungen oder Neuaufstellungen von Bebauungsplänen müssen die Wohnformen unter Berücksichtigung von ausreichenden Grünflächen dem städtebaulichen Gesamtbild entsprechen.



Verdichtung:

Eine geordnete Nachverdichtung der Bebauung ist sicherzustellen. Dies gilt gleichermaßen für Einzelhandelsbetriebe im Zentrum wie auch für Gewerbebetriebe im entsprechenden Gebiet.




Die Sicherstellung hat durch entsprechende Bebauungspläne / VEP zu erfolgen.

Örtliche Gestaltung:

Erhöhung und Weiterentwicklung der Attraktivität des Ortes mit seinen zentralen Funktionen. Ausbau und Ausbesserung des innerörtlichen Straßen- und Fahrradnetzes und Berücksichtigung der Entlastung des Fließverkehrs durch einer Anbindung an die A 25 und einer großflächigen Umgehung durch den Ausbau der A 21 .



Aufgrund der finanziellen Situation ist eine Aufstellung von Prioritätenlisten für den Ausbau und Erhalt des innerörtlichen Straßennetzes im Ausschuss dringend erforderlich.

 
Städtebauliche Ordnung:

Eine Ausdehnung über die vorhandenen Gemeindegrenzen ist nicht vorgesehen. Die aufgelockerte Bauweise sollte auch bei entsprechender Verdichtung beibehalten werden. Die vorhandenen Grünflächen und Verkehrsinseln sind zu erhalten und entsprechend zu pflegen



Städtebauliche Entscheidungen der Gemeinde sind zu beachten.

Die Förderung von „Grün-Patenschaften“ im ehrenamtlichen Bereich ist zu verstärken (sauberes Wentorf).

  Stand: 23.02.2017

 

 


3. Die Versorgung der Wentorfer Bevölkerung

 

Ziele Grundsätze

Kindergarten und Schulentwicklung:

Wentorf ist eine kinderfreundliche Gemeinde.

Jedes Wentorfer Kind muss entsprechend den gesetzlichen Vorgaben einen Kindergartenplatz erhalten können.

Der Bestand an erforderlichen Betreuungsplätzen ist ständig der demographischen Entwicklung - auch der Umlandgemeinden - anzupassen.

Einige der noch vorhandenen und nicht mehr genutzten Kinderspielplätze sind für eine Bebauung freizugeben, soweit Kinderspielplätze nicht mehr benötigt werden.

Das Lehrschwimmbecken der Realschule bleibt erhalten.

 

 

Die Elternbeiträge sollen möglichst kostendeckend und sozial verträglich gehalten werden.

Die Kosten sind durch Anhebung der Beiträge bei der außerschulischen Nutzung zu reduzieren und ständig zu überwachen.

 
Jugendarbeit:

Die erfolgreiche Arbeit des Jugendpflegers und seines Teams ist fortzusetzen und zu unterstützen.

Die Arbeit des Kinder- und Jugendbeirates ist durch die Ausschüsse zu würdigen und die Zusammenarbeit eng zu gestalten.



Die Beteiligung der Jugendlichen gem. § 47f Gemeindeordnung ist sicherzustellen.

Die Arbeit des Kinder- und Jugendbeirates ist durch die entsprechenden Ausschüsse zu würdigen und durch enge Zusammenarbeit zu fördern.


Sport und Kulturförderung:

An der Förderung wird grundsätzlich unter Berücksichtigung der jeweiligen Haushaltslage festgehalten.



Eine vermehrte ehrenamtliche Tätigkeit auf diesen Gebieten ist anzustreben. Die Bereitstellung der öffentlichen Gebäude für diese Zwecke ist beizubehalten. Die vertraglichen Regelungen sind an die Kosten anzupassen.


Betreuung:

Die Gemeindeverwaltung wird als bürgernaher Dienstleistungsbetrieb geführt und passt sich an die Bedürfnisse auch mit neuen Technologien an.




Die Öffnungszeiten sind zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen.

Dienstleistung der Verwaltung:

Das Pilotprojekt der Umstrukturierung der Verwaltung ist fortzusetzen und nach entsprechender Auswertung umzusetzen.

 

Soziale Betreuung:

Die Kontakte zu den ehrenamtlichen Institutionen und zu den sozialen Diensten sind zu vertiefen.Das Verständnis für die Belange der sozialen Gremien sollte durch vermehrten Kontakt gefördert werden.Die Arbeit des Seniorenbeirates ist durch die Ausschüsse zu würdigen und die Zusammenarbeit eng zu gestalten.



Die Arbeit der ehrenamtlichen Institutionen, z.B. des Seniorenbeirates, ist durch die entsprechenden Ausschüsse zu würdigen und durch enge Zusammenarbeit zu fördern.

  Stand: 23.02.2017

 


4. Der finanzielle Rahmen für die zukünftige Entwicklung

 

 

Ziele Grundsätze

 

Sicherung der kommunalen Handlungsfähigkeit durch verantwortungsbewussten Umgang mit den vorhandenen Ressourcen unter Einsatz betriebswirtschaftlicher Instrumentarien


1. Der Ergebnisplan des doppischen Haushalts soll ausgeglichen sein.

2. Strukturelle Defizite sind zu vermeiden, konjunkturelle Defizite sind zuzulassen. Fehlbeträge sind im Rahmen eines Konsolidierungs-programms abzubauen.

3. Die bestehenden Schulden sind abzubauen. Die Verschuldung ist auf ein nachhaltiges Maß zu senken.

4. Die Aufgaben werden periodisch auf ihre Not-wendigkeit hin überprüft werden.

5. Haushaltssanierungen haben vorrangig über eine gezielte Prioritätensetzung bei den bestehenden Aufgaben zu erfolgen und sollen generell nicht zu Lasten von wachstumsfördernden Zukunftsinvestitionen vorgenommen werden.

6. Neue Aufwendungen/Auszahlungen oder Aufgaben bedürfen einer sorgfältigen Klärung der Finanzierung. Die dazu notwendigen Mittel sind durch Prioritätensetzung in den Aufgabenbereichen oder durch das die Finanzierung der bestehenden Aufgaben übersteigende Wachstum der Erträge/Einzahlungen bereitzustellen.

7. Subventionen (Zuschüsse an Dritte) sollen die zweckmäßigste Zielerfüllung sicherstellen und sind zu befristen.

Die Abgaben sind so zu gestalten, dass die Standortattraktivität erhalten und gestärkt wird.


   Stand: 23.02.2017